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Wolfgang Hollegha


Galerie Ulysses
 08.10. - 21.11.2009

Vernissage: am Mittwoch, den 07. Oktober 2009, um 19:00 Uhr


WOLFGANG HOLLEGHA, der am 4. März d. J. seinen 80. Geburtstag feierte, ist einer der bedeutendsten abstrakten Maler Österreichs. Von 1947 bis 1954 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien in der Meisterklasse von Josef Dobrovsky, Aktzeichnen bei Herbert Boeckl. Von 1972 bis 1997 hatte Wolfgang Hollegha selbst eine Meisterklasse an der Akademie der bildenden Künste geleitet.

Hollegha wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Guggenheim-Preis. 1964 nahm er an der Documenta III in Kassel teil.  Anlässlich einer Ausstellung in Köln 1959 entdeckte ihn der New Yorker Kritiker Clement Greenberg und lud ihn zu einer Gruppenausstellung mit den Stars der abstrakten Malerei wie Morris Louis, Barnett Newman, Kenneth Noland und David Smith. 1960 holte Greenberg den jungen Österreicher zu einer Einzelpräsentation nach New York. Zweimal stellte Hollegha auch im Guggenheim Museum aus, 1964 und 1966.  Trotz dieser großen Erfolge blieb Hollegha nicht in New York, damals dem Zentrum moderner Malerei, sondern kehrte nach Österreich zurück, um in einem alten Bauernhaus auf dem Rechberg, in  der Nähe von Frohnleiten in der Steiermark - da, wo er auch seine Jugend verbracht hat, seinen Wohnsitz zu nehmen.

Die Natur, das Organische inspirieren ihn. Hollegha malt nach der Natur. Ausgangspunkt ist immer ein Gegenstand: Holzstücke und -haufen, Puppen, Alltagsgegenstände, die er so lange betrachtet und studiert, bis er die dem Gegenstand immanente  Bewegung entdeckt und abstrahiert - zuerst zeichnerisch, dann auf seinen meist sehr großformatigen Bildern. Unabhängig von Moden und Trends hat Hollegha  seine eigene Grammatik entwickelt, sein Markenzeichen ist der extrem dünne  Farbauftrag. Hollegha malt nicht mit dem Pinsel. In seinen Ateliers stehen hunderte kleine weiße Porzellanschüsselchen, aus denen er die Farbe auf die Leinwand schüttet; mit Stoff-Fetzen bearbeitet er die Farbflecken. Durch das Hinauswischen entstehen die Konturen.