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Rot als Farbe in der Malerei, vom "monochromen" Bild
bis zur feinen Linie, vom Rot als Grundton bis Rot als Akzent, von
Zinnober über Kadmiumrot bis Magenta.
MARTINA AIGNER, ANDREA FIAN, VANESA HARDI, RICHARD JURTITSCH, ELMAR
KLOCKER, ROBERT MITTRINGER, ANDREA SCHNELL, ERIKA SEYWALD, VERONIKA
STEINER, STEFAN WAIBEL, HEIDRUN WIDMOSER, JUDITH ZILLICH, SULA ZIMMERBERGER
Motivation für Martina Aigner ist vor allem die sich selbst
gestellte Frage, was sich hinter dem Sichtbaren verbirgt, was unter
der Oberfläche passiert. Homogene Oberflächen partiell
zu perforieren, um den dahinter befindlichen Raum zugänglich
zu machen, eröffnete ihr neue Perspektiven.
Andrea Fian zeigt Insekten in ihren verschiedensten Entwicklungsstadien.
Von der Raupe oder Puppe über den Kokon oder von der Larve
bis hin zum Stadium ihres Entschlüpfens und dem fertigen Tier.
Vanesa Hardis Bilder sind auf den ersten Blick monochrom. Sie malt
Schichten übereinander und legt teilweise darunter liegende
Farbflächen wieder frei. Ihre Leinwände spannt sie auf
hohe Keilrahmen und bezieht die Seiten in das Bild mit ein. Dadurch
überschreitet sie die Grenze zum Objekt.
Richard Jurtitschs aktuelle Bildfindungen zeugen von einer collageartigen
Verschleifung unterschiedlicher Bildikonographien, die dem Betrachter
in ihrer kodierten Präsenz ein neues und weites Assoziationsfeld
eröffnen (Mag. Florian Steininger).
Elmar Klocker sieht seine Bilder des vergangenen Jahres bewusst
in der Tradition der Landschaftsmalerei, die aber in ein Spannungsverhältnis
mit dem abstrahierenden und malerischen Akt tritt.
Robert Mittringer konzentriert seine Aufmerksamkeit auf die Frage
der Raumbestimmung im Spannungsfeld zwischen Oberfläche und
Materialwirkung sowie Umschreibung von Volumen. Seine behutsam gesetzten
Oberflächenspuren kontrastieren mit verfremdeten Materialerfahrungen.
Andrea Schnells Arbeiten sind neben intimen Zeugnissen der eigenen
Befindlichkeit vor allem auch überzeitliche und allgemeingültige
Aussagen über das Mensch- und Frausein.
Erika Seywalds Themen sind die Menschwerdung, die Vergänglichkeit
und dazwischen das Leben in seiner ganzen Wirklichkeit, die sie
aus den Formen und Strukturen eruptierter Vulkanauswürfe oder
aus dem Meer gehobener Kalkfelsen liest.
Durch die Vielzahl an Überlagerungen, Schichten, Zuständen
versucht Veronika Steiner das eigene Bild, den Gegenstand zu verfremden,
andere Formen und Zeichen zu finden.
In den der informellen Malerei verpflichteten Bildern Stefan Waibels
öffnen sich Farbräume, die nur scheinbar durch das Bildformat
begrenzt sind. Die aktuellen Arbeiten legen die Assoziation an Mikroskop-
oder Satellitenaufnahmen nahe.
Vorlage der Malerei von Heidrun Widmoser sind Fotos gewöhnlicher
Dinge aus ihrer Umgebung. Durch die weichen Kanten und flachen Farbfelder
entstehen fast abstrakte Bilder, in denen der reale Ursprung bedeutungslos
wird.
Judith Zillich beschäftigt sich intensiv mit dem Thema des
Selbstportraits, womit sie vor drei Jahren mit seriellen kleinformatigen
Quadraten begonnen hat.
Sula Zimmerberger verwandelt in ihren Bildern Eindrücke aus
dem öffentlichen und privaten Alltagsleben in autonome Bildwirklichkeiten.
Ihre konzeptionellen, seriellen Arbeiten bestehen aus immer wieder
wechselnden Kombinationen und Variationen ähnlicher Bildmotive.
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