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ROT

  GALERIE PLANK WIEN
 27.11.2002 – 17.01.2003


Vernissage: Dienstag, 26.11.2002, 19 – 21 Uhr


Rot als Farbe in der Malerei, vom "monochromen" Bild bis zur feinen Linie, vom Rot als Grundton bis Rot als Akzent, von Zinnober über Kadmiumrot bis Magenta.

MARTINA AIGNER, ANDREA FIAN, VANESA HARDI, RICHARD JURTITSCH, ELMAR KLOCKER, ROBERT MITTRINGER, ANDREA SCHNELL, ERIKA SEYWALD, VERONIKA STEINER, STEFAN WAIBEL, HEIDRUN WIDMOSER, JUDITH ZILLICH, SULA ZIMMERBERGER

Motivation für Martina Aigner ist vor allem die sich selbst gestellte Frage, was sich hinter dem Sichtbaren verbirgt, was unter der Oberfläche passiert. Homogene Oberflächen partiell zu perforieren, um den dahinter befindlichen Raum zugänglich zu machen, eröffnete ihr neue Perspektiven.

Andrea Fian zeigt Insekten in ihren verschiedensten Entwicklungsstadien. Von der Raupe oder Puppe über den Kokon oder von der Larve bis hin zum Stadium ihres Entschlüpfens und dem fertigen Tier.

Vanesa Hardis Bilder sind auf den ersten Blick monochrom. Sie malt Schichten übereinander und legt teilweise darunter liegende Farbflächen wieder frei. Ihre Leinwände spannt sie auf hohe Keilrahmen und bezieht die Seiten in das Bild mit ein. Dadurch überschreitet sie die Grenze zum Objekt.

Richard Jurtitschs aktuelle Bildfindungen zeugen von einer collageartigen Verschleifung unterschiedlicher Bildikonographien, die dem Betrachter in ihrer kodierten Präsenz ein neues und weites Assoziationsfeld eröffnen (Mag. Florian Steininger).
Elmar Klocker sieht seine Bilder des vergangenen Jahres bewusst in der Tradition der Landschaftsmalerei, die aber in ein Spannungsverhältnis mit dem abstrahierenden und malerischen Akt tritt.

Robert Mittringer konzentriert seine Aufmerksamkeit auf die Frage der Raumbestimmung im Spannungsfeld zwischen Oberfläche und Materialwirkung sowie Umschreibung von Volumen. Seine behutsam gesetzten Oberflächenspuren kontrastieren mit verfremdeten Materialerfahrungen.

Andrea Schnells Arbeiten sind neben intimen Zeugnissen der eigenen Befindlichkeit vor allem auch überzeitliche und allgemeingültige Aussagen über das Mensch- und Frausein.

Erika Seywalds Themen sind die Menschwerdung, die Vergänglichkeit und dazwischen das Leben in seiner ganzen Wirklichkeit, die sie aus den Formen und Strukturen eruptierter Vulkanauswürfe oder aus dem Meer gehobener Kalkfelsen liest.

Durch die Vielzahl an Überlagerungen, Schichten, Zuständen versucht Veronika Steiner das eigene Bild, den Gegenstand zu verfremden, andere Formen und Zeichen zu finden.

In den der informellen Malerei verpflichteten Bildern Stefan Waibels öffnen sich Farbräume, die nur scheinbar durch das Bildformat begrenzt sind. Die aktuellen Arbeiten legen die Assoziation an Mikroskop- oder Satellitenaufnahmen nahe.

Vorlage der Malerei von Heidrun Widmoser sind Fotos gewöhnlicher Dinge aus ihrer Umgebung. Durch die weichen Kanten und flachen Farbfelder entstehen fast abstrakte Bilder, in denen der reale Ursprung bedeutungslos wird.

Judith Zillich beschäftigt sich intensiv mit dem Thema des Selbstportraits, womit sie vor drei Jahren mit seriellen kleinformatigen Quadraten begonnen hat.

Sula Zimmerberger verwandelt in ihren Bildern Eindrücke aus dem öffentlichen und privaten Alltagsleben in autonome Bildwirklichkeiten. Ihre konzeptionellen, seriellen Arbeiten bestehen aus immer wieder wechselnden Kombinationen und Variationen ähnlicher Bildmotive.