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Arbeiten von zehn Studierenden der Universität für
angewandte Kunst, aus dem
Bereich medienübergreifende Kunst.
Rebecca Harris
Julia Weidner
Michaela Payer
Martin Gabriel
Grischinka Teufl
Christian Eisenberger
Rudolf Steckholzer
Manuela Mark
Ute Marie Paul
Max Frey
Gezeigt werden konzeptuelle Zeichnungen, Videos, Installationen,
Diaprojektion
und Fotoarbeiten. "Saw between the lines" gibt einen
Einblick in die Arbeitsweise
der jüngsten Künstlergeneration, die sich theoretisch
wie praktisch mit der
Auslotung von medialen Grenzbereichen auseinandersetzen.
Rebecca Harris
saw between the lines,
Photos 2003
Die Fotografien transportieren Bildelemente deren Muster eine
Möglichkeit
repräsentieren Strukturen und daher Bildinhalte neu zu begreifen.
Sie beinhalten
einen Vergleich über eine Bildauflösung von Pixel, Raster
und Punkt, kombiniert mit
einem Fernsehstandbild und der digitalen Zeichnung.
Julia Weidner
keep on mit Julia Weidner
Video, 2003, 9.16 min, 2003
Das Video "keep on mit Julia Weidner" zeigt Szenen
von schlafenden oder
lesenden Personen, die auf Wiener Parkbänken im Reportagestil
durch fröhlichen
Gesang konfrontiert werden. Der Refrain "keep on the sunny
side" wiederholt sich
und wird durch eine mehrschichtige Überlagerung zum Kanon.
Michaela Payer
nr. 1-7,
animiertes Video, 1.55 min, 2003
nr. 1-7 besteht aus 7 Szenen, in denen fiktive Prozesse visuell
dargestellt werden.
Diese Prozesse oder Momente haben einen symbolischen Charakter
und sind
Anspielungen auf die Psychoanalyse und ihre Sprache. Es werden
latente Konflikte
und unbewußte Vorgänge beschrieben. Es werden surreale
Geschichten erzählt,
Symptome dargestellt, und bestimmte Motive wiederholt, wodurch
es zu sublimen
Verdopplungen und Zusammenhängen kommt. Es geht um die Frage
der Bedeutung
des Subjekts, welche formen es annehmen kann, in welche Ebenen
es
sich gliedert und ob es nicht einen ständigen fundamentalen
Verkennen unterliegt.
Martin Gabriel
ein.fahren,
Animation 1.5 min, 2003-05-21
"
ein.fahren" ist eine Endlosschleife, ein zirkuläres System,
in dem es weder Anfang
noch Ende gibt. Es besteht ein ständiger Wechsel zwischen
Nähe und Entfernung,
ein rastloser Versuch, einzuholen, was einen schon längst
verfolgt. Diese
Ambivalenz des Einholens und Hinterhereilens führt zum Verlust
der zeitlichen und
räumlichen Dimension.
Grischinka Teufl
construdandmance,
Zeichnungen 2003
Construdandmance untersucht soziale Phänomene der Technokultur.
Psychologische Artefakte werden in Form von Transcodierungen in
einen
kartographischen Zusammenhang gebracht. Subjektive und kollektive
Signifikanzen
werden durch Selbstbeobachtung in der Zeichnung konstruiert. Dandysmus
ist ein
zentraler Punkt in diesem Programm.
Christian Eisenberber
K2 Präsentation
Installation 2003
Eisenberger fragt: Hat Farbe mit Malerei zu tun und die Kunst
mit Realität?
Die Präsentation der Kunsthalle K2 und eine Installation stellen
sich dieser Frage.
Rudolf Steckholzer
DROHN
Diaprojektion+Audio, 2002
Die fiktive Fahrt "DROHN" über die Brennerautobahn
A22 erstreckt sich über eine
Sequenz von 24 projizierten Schwarzwießdiapsitiven, begleitet
von einem
eindringlichen Sound. Die Projektion ist nicht als Loop konzipiert,
sondern als
zeitlich festgelegte Vorführung. Dem Ritual jeder Reise entsprechend
gibt es einen
Anfang und ein Ende: Abfahrt - Passage - Ankunft. Die Autobahn
verkörpert die
Schnittstelle zwischen zwei Systemen. Dabei folgt auf jeden schwebenden
Zustand
der Bewegung wieder ein Stillstand, die Wiedereingliederung in
die Ordnung einer
sozialen Kollektivität: der Bienenstock. Dem Thema entsprechend,
bewegt sich die
Arbeit im Grenzbereich von Fotografie und Film, zwischen Stehen
und Laufen. In
DROHN werden Dias als Standbilder ein-, aus-, und überblendet.
Auf den Bildern
steht alles still. Pflanzen bewegen sich nicht im Wind, Autos scheinen
auf de
Fahrbahn festgefroren zu sein, und doch hören wir Blätter
rauschen, Autos und
LKWs über die Autobahn dröhnen....
Manuela Mark
Horror vcuii e-scape
Video/ DVD, 2003
Ein Spaziergang entlang der Grenze zwischen realem Raum und virtueller
Unendlichkeit. Der Versuch einer Aneignung von Raum und Zeit, ein
(historische)
Selbstvergewisserung, ähnlich dem einst bürgerlichen
Spaziergang zu Aussichtswarten
und Panoramawegen, entlang von Landesgrenzen. Der Blick aus dem
Fenster wird zum Blick auf den Bildschirm. Das Dahinter, der Horizont
ist
gleichermaßen unendlich. Der Körper existiert als rotes
Pigment im digitalen
Raumbild.
‘
Every landscape, every perspective, every horizon, assumes a perceiving
eye,
a gazer, a voyeur, consumer, murderer, lover, fantasist, a mediator
of navels and
nirvanas and nothingnesses. Horizons are infinities radiating from
points of view
fed through a spectrum of light and looking. Radii reach from center
eyes to a myriad million
horizons.…The colors of matter and light, the mixes of particles
and waves that create physics
constitute a universal philosophy’.
Jeff Rian
Ute-Marie Paul
Phantom
Bronze, 2002/2003
Der Inhalt eines im Laufe von drei Tagen angefüllten Hausmülleimers
wurde in
Einzelstücken, die ursprüngliche Wegwerfreihenfolge einhaltend,
und schließlich
auch der Müllbehälter selbst, in Bronze gegossen. Die
Bestandteile sollen auf einen
dahinterstehenden Konsumenten hinweisen und sein Gewohnheitsumfeld
porträtieren. Mittels der Verwendung von Bronze soll die Frage
nach dem Umgang
mit dem Material im alltäglichen, achtlosen Gebrauch, wie
auch als Medium des
Objektes gestellt werden.
Max Frey
Überblendungen
Installation 2002
Eine Situation wird fotografiert und deckungsgleich projiziert.
Bestehende Elemente
werden durch ihr Abbild überblendet. Im Zeitraum zwischen
Aufnahme und Projektion
kommt es zu Veränderungen am Ort, welche in der Installation
sichtbar werden. |