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saw between the lines

 

 KlausEngelhorn 20
 25.06. - 01.08.2003

 

Eröffnung: Dienstag 24.06.2003, 19.00 Uhr
in den Galerien KlausEngelhorn20 und KlausEngehorn22


Arbeiten von zehn Studierenden der Universität für angewandte Kunst, aus dem Bereich medienübergreifende Kunst.

Rebecca Harris
Julia Weidner
Michaela Payer
Martin Gabriel
Grischinka Teufl
Christian Eisenberger
Rudolf Steckholzer
Manuela Mark
Ute Marie Paul
Max Frey

Gezeigt werden konzeptuelle Zeichnungen, Videos, Installationen, Diaprojektion und Fotoarbeiten. "Saw between the lines" gibt einen Einblick in die Arbeitsweise der jüngsten Künstlergeneration, die sich theoretisch wie praktisch mit der Auslotung von medialen Grenzbereichen auseinandersetzen.

Rebecca Harris
saw between the lines,
Photos 2003

Die Fotografien transportieren Bildelemente deren Muster eine Möglichkeit repräsentieren Strukturen und daher Bildinhalte neu zu begreifen. Sie beinhalten einen Vergleich über eine Bildauflösung von Pixel, Raster und Punkt, kombiniert mit einem Fernsehstandbild und der digitalen Zeichnung.

Julia Weidner
keep on mit Julia Weidner
Video, 2003, 9.16 min, 2003

Das Video "keep on mit Julia Weidner" zeigt Szenen von schlafenden oder lesenden Personen, die auf Wiener Parkbänken im Reportagestil durch fröhlichen Gesang konfrontiert werden. Der Refrain "keep on the sunny side" wiederholt sich und wird durch eine mehrschichtige Überlagerung zum Kanon.

Michaela Payer
nr. 1-7,
animiertes Video, 1.55 min, 2003

nr. 1-7 besteht aus 7 Szenen, in denen fiktive Prozesse visuell dargestellt werden. Diese Prozesse oder Momente haben einen symbolischen Charakter und sind Anspielungen auf die Psychoanalyse und ihre Sprache. Es werden latente Konflikte und unbewußte Vorgänge beschrieben. Es werden surreale Geschichten erzählt, Symptome dargestellt, und bestimmte Motive wiederholt, wodurch es zu sublimen Verdopplungen und Zusammenhängen kommt. Es geht um die Frage der Bedeutung des Subjekts, welche formen es annehmen kann, in welche Ebenen es sich gliedert und ob es nicht einen ständigen fundamentalen Verkennen unterliegt.

Martin Gabriel
ein.fahren,
Animation 1.5 min, 2003-05-21

" ein.fahren" ist eine Endlosschleife, ein zirkuläres System, in dem es weder Anfang noch Ende gibt. Es besteht ein ständiger Wechsel zwischen Nähe und Entfernung, ein rastloser Versuch, einzuholen, was einen schon längst verfolgt. Diese Ambivalenz des Einholens und Hinterhereilens führt zum Verlust der zeitlichen und räumlichen Dimension.

Grischinka Teufl
construdandmance,
Zeichnungen 2003

Construdandmance untersucht soziale Phänomene der Technokultur. Psychologische Artefakte werden in Form von Transcodierungen in einen kartographischen Zusammenhang gebracht. Subjektive und kollektive Signifikanzen werden durch Selbstbeobachtung in der Zeichnung konstruiert. Dandysmus ist ein zentraler Punkt in diesem Programm.

Christian Eisenberber
K2 Präsentation
Installation 2003

Eisenberger fragt: Hat Farbe mit Malerei zu tun und die Kunst mit Realität? Die Präsentation der Kunsthalle K2 und eine Installation stellen sich dieser Frage.

Rudolf Steckholzer
DROHN

Diaprojektion+Audio, 2002

Die fiktive Fahrt "DROHN" über die Brennerautobahn A22 erstreckt sich über eine Sequenz von 24 projizierten Schwarzwießdiapsitiven, begleitet von einem eindringlichen Sound. Die Projektion ist nicht als Loop konzipiert, sondern als zeitlich festgelegte Vorführung. Dem Ritual jeder Reise entsprechend gibt es einen Anfang und ein Ende: Abfahrt - Passage - Ankunft. Die Autobahn verkörpert die Schnittstelle zwischen zwei Systemen. Dabei folgt auf jeden schwebenden Zustand der Bewegung wieder ein Stillstand, die Wiedereingliederung in die Ordnung einer sozialen Kollektivität: der Bienenstock. Dem Thema entsprechend, bewegt sich die Arbeit im Grenzbereich von Fotografie und Film, zwischen Stehen und Laufen. In DROHN werden Dias als Standbilder ein-, aus-, und überblendet. Auf den Bildern steht alles still. Pflanzen bewegen sich nicht im Wind, Autos scheinen auf de Fahrbahn festgefroren zu sein, und doch hören wir Blätter rauschen, Autos und LKWs über die Autobahn dröhnen....

Manuela Mark
Horror vcuii e-scape

Video/ DVD, 2003

Ein Spaziergang entlang der Grenze zwischen realem Raum und virtueller Unendlichkeit. Der Versuch einer Aneignung von Raum und Zeit, ein (historische) Selbstvergewisserung, ähnlich dem einst bürgerlichen Spaziergang zu Aussichtswarten und Panoramawegen, entlang von Landesgrenzen. Der Blick aus dem Fenster wird zum Blick auf den Bildschirm. Das Dahinter, der Horizont ist gleichermaßen unendlich. Der Körper existiert als rotes Pigment im digitalen Raumbild.
‘ Every landscape, every perspective, every horizon, assumes a perceiving eye, a gazer, a voyeur, consumer, murderer, lover, fantasist, a mediator of navels and nirvanas and nothingnesses. Horizons are infinities radiating from points of view fed through a spectrum of light and looking. Radii reach from center eyes to a myriad million horizons.…The colors of matter and light, the mixes of particles and waves that create physics constitute a universal philosophy’.
Jeff Rian

Ute-Marie Paul
Phantom

Bronze, 2002/2003

Der Inhalt eines im Laufe von drei Tagen angefüllten Hausmülleimers wurde in Einzelstücken, die ursprüngliche Wegwerfreihenfolge einhaltend, und schließlich auch der Müllbehälter selbst, in Bronze gegossen. Die Bestandteile sollen auf einen dahinterstehenden Konsumenten hinweisen und sein Gewohnheitsumfeld porträtieren. Mittels der Verwendung von Bronze soll die Frage nach dem Umgang mit dem Material im alltäglichen, achtlosen Gebrauch, wie auch als Medium des Objektes gestellt werden.

Max Frey
Überblendungen

Installation 2002

Eine Situation wird fotografiert und deckungsgleich projiziert. Bestehende Elemente werden durch ihr Abbild überblendet. Im Zeitraum zwischen Aufnahme und Projektion kommt es zu Veränderungen am Ort, welche in der Installation sichtbar werden.

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