Die Protagonisten von Asgar/Gabriel folgen dem Imperativ „Du kannst alles sein, was du willst.“ Sie zeigen die Lust an der Selbstinszenierung und zugleich den Zwang, sich ständig neu erfinden zu müssen, der von der modernen Leistungsgesellschaft ausgeht. Diese Figuren sind nicht länger auf der Suche nach einer gültigen Identität, sondern haben sich in der Vorläufigkeit ihres Selbstentwurfs eingerichtet. Versatzstücke absolutistischer Macht finden sich so neben Kostümimitaten quasi mythischer Science-Fiction-Helden, ein Lebensgefühl zwischen Ekstase und Alptraum. Die Insel erscheint im Kontext dieser Bilder dann auch weniger als Fluchtpunkt romantischer Aussteigerphantasien, denn als gesellschaftliches Experimentierfeld.
Asgar/Gabriel
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