Nur wenn der
Betrachter seinen Standort - üblicherweise dürfte das frontal vor
dem Bild sein - verändert und gleichsam - im Vorübergehen - unterschiedliche
Blickwinkel einnimmt, geben die Gemälde des italienischen Künstlers
ihre farbschönen Gehemnisse und ihre ebenso überraschenndeen wie
subtilen formalen Sensationen preis.
Er lässt aus pastos aufgetragenen Farben eine Art Relief
entsteheen, das sich dem Betrachter eben - im Vorübergehen - auf
ganz unterschiedliche Weise präsentiert. Der faszinierende Eindruck
entsteht, zwei Gemälde vor sich zu haben, diee in der Bildarchitektur
und vor allem in der Farbgebung völlig voneinander differieren
und so eine ganz ungewohn te Sehlust bieten.
Constanze Crüwell
|