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Concepts of Images
New York Based Artists 2001
Konzeption: Lóránd Hegyi
Veranstalter: Mario Mauroner
Salzburg, GALERIE ACADEMIA
Milano, FONDAZIONE MUDIMA
weitere Stationen: Paris und Rom
Teilnehmende Künstler:
Lydia Dona, Shirley Kaneda, Jessica Stockholder, Peter Halley, Jonathan
Lasker, Stephen Parrino,
Juan Uslé, Christopher Wool, Matthew McCaslin
Die Ausstellung "Concepts of Images" strebt keinesfalls
eine umfassende Präsentation der zeitgenössischen
New Yorker Kunstszene an und beschränkt sich nicht auf Entdeckungen
beziehungsweise auf die
Präsentation der allerjüngsten Künstlergeneration
aus der amerikanischen Metropole. Im Gegenteil, sie
konzentriert sich auf Persönlichkeiten, die schon ein weltweit
bekanntes Oeuvre geschaffen haben, aber
die in Europa, und auch in den USA, noch nicht zu den führenden
Künstlern der älteren
Mittelgeneration gehören. Obwohl die Tätigkeit von Christopher
Wool, David Reed, Juan Uslé und Jonathan
Lasker einen großen Bekanntheitsgrad erreicht und eine sehr
große Anerkennung gefunden hat, ist ihr
Oeuvre noch keinesfalls als "klassisch" und "museal"
einzustufen. Auf der anderen Seite vermitteln die
jüngeren Künstlerinnen und Künstler, wie wtwa Jessica
Stockholder, Stephen Parrino oder Mattehw McCaslin,
ethnokulturell und kultursoziologisch geprägte Erfahrungen,
welche teilweise aus der sogenannten "Low-Culture",
aus den verschiedenen großstädtischen Subkulturen, aus
der Folklore oder aus dem Kunsthandwerk stammen und oft
mit anderen Ausdrucksmöglichkeiten, wie Musik, Tanz oder Performance,
verbunden sind. Allgemein könnte man sagen, das die Ausstellung
"Concepts of Images" generationsmäßig die breite
Skala der Mittelgeneration präsentiert, von
ihren älteren Vertretern, wie etwa David Reed oder Jonathan
Lasker, bis zu den jüngeren, in den letzten vier oder
fünf Jahren bekannt gewordenen Künstlern, wie Stephen
Parrino oder Matthew McCaslin.
Die Ausstellung ist mehrheitlich auf Positionen der neuen abstrakten
Malerei aufgebaut, wobei die intellektuellen,
analytischen, mediumbezogenen Tendenzen mit einer radikalen, subversiven,
unkonventionellen, auf dem prmären
visuell-plstischen Erfahrungen beruhenden, eklektischen und provokativen
Sensualität verbunden sind.
Der provokative Charakter entstammt vor allem den unerwartenten
Effekten, welche dadurch entstehen, daß
Bildphänomen nicht den von den kunstgeschichtlichen Erfahrungen
geprägten Erwartungen entspricht, ihnen im
Gegenteil quasi widerspricht. Der subversive Charakter kommt aus
der unkonventionellen und quasi hemmungslosen
Vermischung unterschiedlicher Erfahrungen geprägten Erwartungen
entspricht, ihnen im Gegenteil quasi widerspricht.
Der subversive Charakter kommt aus der unkonventionellen und quasi
hemmungslosen Vermischung unterschiedlicher
Zencehnsysteme und formal-kompositotischer Strukturen. Vor allem
aber das Manövrieren zwischen der sogenannten
"High-Culture" und "Low-Culture", zwischen der
intellektuellen Abstraktion und der banalen Dringlichkeit, zwischen
der westlichen, auf sich bezogenen, "autonomen" Kunst
und Kunsthandwerk, der angewandten Kunst, der Folklore,
bewirkteine subversive Nachfrage nach der immanenten Formgestalltung,
welche bisher immer im Kontext der
projektartigen intellektuellen abstrakt-strukturellen Kunst interpretiert
wurde.
Die Ausstellung "Concepts of Images" ist trotzdem keine
reine Malerei-Ausstellung, da sie auch Installationen
(Jessica Stockholder, Matthew McCalsin) miteinbezieht. Obwohl die
Arbeiten der oben genannten Künstler telweise
eine erweiterte Konzeption der Malerei und eine radikale Neuinterpretation
des Mediums Malerei manifestieren,
sind diese Positionen nicht ausschließlich und vollkommen
nur im Kontext der Malerei interpretierbar.
Peter Halley, Jonathan Lasker, Juan Uslé, Shirley Kaneda,
Lydia Dona, Christopher Wool, vertreten eine
intellektuell geprägte, von dem kunstgeschichtlichen Bewußtsein
determinierte Kunstauffassung, welche die
Problematik der postminimalistischen, strucktruellen Abstraktion
mit den aktuellen pluralisitschen
Interpretationsmodellen verbindet. Ihre Kunst präsentiert einerseits
die Möglichkeiten des "Parallel-Reading",
das heißt die gleichzeitige Interpretation der verschiedenen
Referenzebenen, welche sich nicht gegenseitig
auslöschen, sondern unterschiedliche kunstgeschichtliche, kultursoziologische,
theoretische Zusammenhänge
in dem sinnlich vorgetragenen Bild sensiblilisieren. Andererseits
vetreten diese Künstler eine - man könnte
sagen "museale" Position, wobei alle bildnerische Entscheidungen
Hinweise auf kunstimmanente, "innermalerische",
kunstgeschichtliche und sogar thematische Fragestellungen und Diskurse
beinhalten. So könnte man ihre Arbeit auch
als Kommentar zur Malerei wahrnehmen, welcher gewisse vorfabrizierten
Gestaltungsformeln aus dem
kunstgeschichtlichen Gedächtnis hervorruft und sie mit anderen
intellektuellen und kultursoziologischen
Erfahrungen konfrontiert.
Die Tätigkeit von Jessica Stockholder, Stephen Parrino und
Matthew McCaslin entfaltet sich auf einer breiten Ebene
einer bewußt eklektischen und provokativ wirkenden, künstlich
generierten Begegnung unterschiedlichster
Referenzebenen, welche auch Elemente von außerhalb der westlichen
kunstgeschichtlichen Kontexte,
beziehungsweise auch Methoden des Kunsthandwerkes oder gewisser
Rituale mit den aus der Kunstgeschichte
der Moderne wohlbekannten und als Klischee fungierenden Images konfrontieren.
Die physische Expansion des
traditionellen Bildes in eine dreidimensionale, installationsartige
Form beinhaltet einerseits eine vollkommen
offene Attitüde gegenüber dem Kunstwerk, zum Beispiel
eine gewisse, metaphorisch dargelegte Teihnahme an dem
Arbeitsprozeß, oder eine freie Bewegung innerhalb der Installation,
provoziert anderseits den Prozeß des
Nachdenkens über den ästhetischen Wert, über die
sogenannte Autonomie des Kunstwerkes, über die ausschlaggebende,
führende Rolle des Künstlers als konkrete, historisch
und ethnokulturell determinierte Person, und involviert weiters
eine tiefgreifende Überlegung zum Verhältnis der unterschiedlichen
Zeichensysteme in den voneinander ziemlich separierten Subkulturen,
Rockszenen, Minderheitskultruen.
Obwohl der Ausstellung nur ein relativ kleines Segment der zeitgenässischen
Kunstszene in New york mit Arbeiten
von 9 Künstlern präsentiert, versucht sie, einer kohärenten
und authenischen Konzeption zu folgen, wobei die
heutigen, aktuellen Fragestellungen betreffend die Determination
und die Authentizität der künstlerischen Arbeit
in evidenten, klar formulierten und bescheidenen Rahmen der sich
mehr oder weniger als erweiterte Malerei
definierenden ästhetischen Strategien gestellt werden.
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